| Musikantenparade in Schleiz |
| Montag, 15. Februar 2010 |
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Beifallsstürme in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Wisentahalle Eine „Volkstümliche Musikantenparade“ ließ am Samstagnachmittag die Schleizer Wisentahalle förmlich aus allen Nähten platzen. Die Zuschauer in den ersten Reihen hatten greifbaren Kontakt zur winterlich geschmückten Bühne. Hansy Vogt, der die Veranstaltung von Hainich Concerts moderierte, brachte im hellgrünen Sakko schon mal Frühlingsgefühle und gute Laune unters Publikum. So kam es, dass von Anfang an mit geklatscht und gesungen wurde. Mit seiner heiter-lockeren Art traf Hansy offensichtlich den Publikumsgeschmack. Dass er den Veranstaltungsort als Wisental-Halle bezeichnete und Schleiz öfters mal mit Greiz verwechselte, wurde ihm lachend verziehen. Italienisches Flair verbreitete der smarte Bruno Ferrara mit „Azzuro“ und „Marina“ sowie anderen bekannten Titeln im Saal. Beifallsstürme und endloses Rufen nach Zugaben ließen die Geschwister „Sigrid&Marina“ aus Österreich länger als geplant auf der Bühne verweilen. Nicht nur fürs Ohr, sondern auch für die Augen hatten die temperamentvollen Mädchen einiges zu bieten. Ihr Repertoire beinhaltete unter anderem die Lieder „Mutter unterm Dach ist ein Nesterl gebaut“, „Wenn ich ein Glöcklein wär“ und „Im Salzkammergut“ – kammer gut…“ Ein Fan legte den jungen Sängerinnen rote Rosen sowie einen riesigen Maikäfer zu Füßen. Dass die Siegerinnen de Grand Prix von 2007 gut ausgebildete Stimmen haben, bewiesen sie mit dem Lied der Berge „ la Montanara“, das ohne musikalische Begleitung und ohne Tontechnik interpretierten. Für den Humor war die mit beachtlichen Kurven ausgestattete „Frau Wäber“ zuständig. Unnachahmlich sind vermutlich ihr erotischer Gang und eine erstaunliche Mundakrobatik. Sie sorgte für Lachsalven in Folge, verstand zu improvisieren und hatte sich sogar in der lokalen Politik umgeschaut. Während die musikalische Begleitung der Sänger aus Tonkonserven kam, erschienen die „Feldberger“ vier gestandene Musiker aus dem Hochschwarzwald, mit ihren Instrumenten auf der Bühne. Zu ihren gehört Hansy Vogt der während des Musizierens zum Gaudi der Gäste immer mal ein Schild hochhielt mit Aufschriften wie „Klatschen“ oder „Jubeln“. Im langenrosa Glitzerkleid zeigte sich die schwarzhaarige Mara Kayser, die mit ihrer vollen dunklen Stimme schon viele Erfolge verbuchen konnte. Die gefühlvollen Titel schreibt sie selbst. „ich will zum Nachdenken anregen“, verriet sie. Auch ihr wurden Blumen gereicht und sie konnte sich über herzlichen Applaus freuen. Am Schluss fand eich ein mutiger Mann aus Schleiz namens Günter, der mir der Sängerin über die Bühne tanzte. Über eine gelungene Veranstaltung diskutierten die Besucher beim Hinausgehen. Dazu beigetragen hatte auch eine stimmige Ton- und vielseitige Lichttechnik der Firma Semmler aus Eßbach.
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