| Musikantenparade lockt viele Zuschauer nach Pritzwalk |
| Montag, 01. Februar 2010 |
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Märkische Allgemeine KONZERT: Voller Leidenschaft und Melancholie PRITZWALK - Hansy Vogt kennt sich bestens in der Prignitz aus. Über Beveringen und Hasenwinkel nahm er Kurs auf Pritzwalk, um dort am Freitagnachmittag ein wahres musikalisches Feuerwerk bei der Volkstümlichen Musikantenparade zu zünden. Begeisterung bei den Zuschauern, als sie die vertrauten Ortsnamen aus seinem Munde hören. Kleine Fanblöcke formieren sich und winken aus den einzelnen Reihen zur Bühne. Der Auftritt wird für den Moderator, der gleichzeitig Sänger bei „Die Feldberger“ ist, schnell zum Heimspiel. Drei Stunden voller Musik liegen vor dem Publikum im ausverkauften Kulturhaus. „Etwas für die Seele, Lachen und Schunkeln“, kündigt Hansy Vogt aus dem Schwarzwald das Programm an. Die Zuschauer lassen sich nicht lange bitten, sie klatschen vom ersten Lied an mit und begleiten Vogt, wenn er „Mein Vater war ein Wandersmann“ singt. Bekannte Volkslieder bringen Schwung in den Saal und lassen einen Moment das Schneetreiben vor der Tür vergessen. Die überwiegend älteren Gäste entpuppen sich als ausgemachte Kenner der Volksmusikszene: Begeistert sind sie von jedem neuen Lied. Bruno Ferrara bringt italienische Leidenschaft auf die Bühne; lässig gekleidet singt er den Ohrwurm „Amore mio“. Während er vor 20 Jahren als Koch nach Bayern kam und dort seinen Gästen feines italienisches Essen auf den Teller zauberte, schwärmen heute seine Zuhörer von seinen Balladen. Moderator Vogt verrät dem Publikum, dass er selbst ähnlich bodenständig wie Ferrara ins Berufsleben startete. Er verdiente als „Getreidekosmetiker“, besser bekannt unter dem Begriff Bäcker und Konditor, seine Brötchen. Die österreichischen Sängerinnen Sigrid und Marina feierten als Grand-Prix-Sieger 2007 ihren „größten und schönsten Erfolg“, wie sie den Zuschauern in ihrer Mundart erzählten. Typisch österreichische Volkslieder – Lieblingslieder ihrer Großmutter – erklingen auf ihrer aktuellen CD und beim Konzert in Pritzwalk. Mit „Alles hat zwei Seiten“, dem damaligen Grand-Prix-Siegertitel, heizt das Duo die Stimmung im Saal weiter an. Nicht weniger ziehen Mara Kayser, die seit nunmehr 17 Jahren in der deutschsprachigen Musikszene mitmischt, und „Die Feldberger“ das Publikum in ihren Bann. Die drei Stunden voller Musik vergehen wie im Flug. (Von Christamaria Ruch) |








